Überstunden statt Pflichtprogramm

24. Juli 2026

ÖLV-Titelkämpfe in Innsbruck: Diskuswerfen, Samstag, ab 18:35 Uhr

Der elfte Staatsmeistertitel für Diskus-Rekordhalter Lukas Weißhaidinger gilt als ausgemachte Sache. Erst recht, weil mit Will Dibo der zweite rot-weiß-rote 60-m-Werfer verletzungsbedingt absagte. Es wäre – nach 2019, damals siegte der ÖLV-Rekordhalter mit einer Weite von 65,58 Metern – sein bereits zweiter Titelgewinn in Innsbruck. „Ich bin nicht oft in Tirol, freue mich auf das Bergpanorama. Und die Siegerweite von 2019 würde ich auch diesmal nehmen“, bekennt der Vize-Europameister von Rom 2024. Das Diskuswerfen der Männer ist am Samstag, ab 18:35 Uhr, angesetzt. Die elf Konkurrenten von Serienmeister Weißhaidinger haben allesamt Bestleistungen unter 56 m. Eine Überraschung scheint ausgeschlossen.

Die letzten drei Trainingswochen, finaler Teil der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung für die EM Mitte August in Birmingham (10. – 16.08.), hatten es jedenfalls in sich. „Wir haben verstärkt an meiner Explosivität und Schnellkraft gearbeitet. Die Form im Training stimmt. Aber ob am Samstag dann auch im Wettkampf der Knoten platzt und ich meine Saisonbestleistung von 67,00 m verbessern kann, das würde ich nicht versprechen. Noch bleiben mir knapp drei Wochen bis zur EM. Ich habe gelernt, mich vor Großereignissen in Geduld zu üben.“

Die Vorgabe von Coach Gregor Högler für die Titelkämpfe am Samstag spiegelt dann auch mehr den Trainingsgedanken wider: „Ich werde sehr intensiv aufwärmen und soll – beim Einwerfen und im Wettkampf – auf möglichst zehn oder mehr Versuche kommen. Es zählt nicht nur die Qualität der Würfe, sondern in diesem Fall auch die Quantität“, erklärt der 34-jährige Oberösterreicher. Überstunden im Uni-Stadion in Innsbruck sind damit garantiert. Als Lohn warten (für den Staatsmeistertitel) 70 Punkte für die Weltrangliste.